Infografik zum E-Rezept

Die Einführung des E-Rezepts 2021: Infografik

DAS E-REZEPT KOMMT.

So liest man es derzeit auf DocMorris Werbeplakaten in der ganzen Republik und so wurde es im vergangenen August im „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV)“ festgeschrieben. Mit der bevorstehenden Einführung 2021 werden die Karten neu gemischt. Die Marketingberatung Dr. Kaske hat in einer großen E-Rezept-Studie analysiert, wie das E-Rezept den Apothekenmarkt verändert. Die Prognose: Die Zahl der Vor-Ort-Apotheken könnte bis 2030 auf 12.262 Apotheken zurückgehen.

Geteilte Meinungen zum E-Rezept

Das E-Rezept ist bei den Stakeholdern umstritten. Während die Mehrzahl der Hersteller großes Potential im E-Rezept sehen und von Umsatzsteigerungen sowohl im OTC- als auch Rx-Bereich ausgehen, reagieren die meisten Apotheker im Hinblick auf diese Verschiebung Richtung Online-Versandhandel besorgt. Bei den Verbrauchern ist das Stimmungsbild verhalten, jedoch positiv. Obwohl ein Großteil bis dato kaum etwas über das E-Rezept weiß, würde jeder Zweite ein Rezept online einlösen.
Die Einführung des E-Rezeptes kann seit langem als größte Veränderung des Apothekenmarktes gewertet werden. Folglich wird sich der Markt in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich stark wandeln. Zu rechnen ist mit einer Steigerung des Versandhandelsanteils im Rx-Bereich auf 10,2% und im OTC-Bereich auf 30%. Die damit verbundenen Umsatzverluste in Milliardenhöhe bei den stationären Apotheken könnten dazu führen, dass jede dritte Offizin-Apotheke bis 2030 schließt.

Entwicklungskooperationen & Pilotprojekte

Rund um die Einführung des E-Rezeptes existieren bereits diverse Entwicklungskooperationen und Pilotprojekte: von der Softwarelösung für das E-Rezept selbst über die Entwicklung einer App für die Anwender bis hin zu weiterführenden Technologien wie Videosprechstunden – das Thema E-Health ist auf dem Vormarsch.Der Grundstein für die Einführung des E-Rezeptes wurde bereits 2015 mit dem Erlass des E-Health-Gesetzes (kurz für: Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen sowie zur Änderung weiterer Gesetze) gelegt. Darin wird die Einführung digitaler Anwendungen durch IT-unterstütze Verfahren geregelt. Vier Jahre später wurden diese Pläne durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) und das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) ergänzt und konkretisiert. Nun liegt ein weiterer Gesetzentwurf zum sogenannten Patientendaten-Schutzgesetz vor, welches neben der sicheren Einlösung von E-Rezepten auch den Schutz anderer sensibler Patientendaten regeln soll.

Die E-Rezept-Studie von Dr. Kaske

Im Zuge der laufenden Entwicklungen rund um das elektronische Rezept, haben wir von Dr. Kaske eine Studie zum E-Rezept veröffentlicht, in der alle dafür relevanten Sachverhalte dazu, analysiert wurden. Die Studie beinhaltet eine repräsentative Umfrage von Verbrauchern, Apothekern und Herstellern. Die Antworten geben Auskunft zum aktuellen Meinungsbild in Deutschland. Im Detail analysiert werden die mit der Einführung des E-Rezeptes verbundenen Erwartungen und Bedenken der drei Gruppen. Zukunftsprognosen für den Apothekenmarkt und Experten-Statements zum Einfluss des E-Rezeptes auf das deutsche Gesundheitssystems komplettieren die umfassende Studie.

Interesse? Die Dr.Kaske E-Rezept-Studie gibt einen fundierten Einblick in das spannende Geschehen rund das elektronische Rezept. Hier geht es zum kostenlosen Download der Studie!